Tattoo Convention Berlin.

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Tätowiert von Kopf bis Fuß.

Am Wochenende war ich auf der Tattoo Convetion in Berlin.

Auf der Tattoo Convention fühlte ich mich nackt. Untätowierte waren selten. Und wenn, gingen die meisten wohl mit einem frisch auf der Messe gestochenen Tattoo nach Hause. Außer ich.
Im letzten Beitrag habe ich euch bereits ein bisschen mein Leid geklagt. Die Messe gab mir jedoch Inspiration. Mit mehr Wissen im Gepäck, lässt es sich einfach beruhigter leben und vor allem nachdenken.

Wer wollte, konnte also bei einer Tattoosession live dabei sein. Mutige vor! Die Pritschen auf denen die Besucher für ihr Tattoo ausharrten, sahen nicht sehr einladend aus. Generell würde ich mich selbst niemals auf einer Messe tätowieren lassen. Sei der Tätowierer noch so gut. Die Wärme, das trotzdem kühle Ambiente und alles, reizt mich nicht. Aber so als Außenstehende war ich total begeistert. Interessant fand ich vor allem die traditionellen Stechvarianten, die ebenfalls vorgestellt wurden. So habe ich zum ersten Mal gesehen, wie ein Tattoo eingeklopft und nicht mit einer Maschine verewigt wurde.
Der Mann auf der Liege sah ein wenig leidend aus. Aber das Ergebnis setzt sich wohl über jeden Schmerz hinweg.

Es waren Tätowierer aus unterschiedlichen Ländern vertreten. Thailand, den Niederlanden, Polen, … Als Besucher hatten wir die Möglichkeit, uns aus einer Motivsammlung einzelner Tätowierer zu bedienen. So genannte Wanna-do’s. Soll heißen, sie würden sich freuen, jemanden ihre Zeichnungen zu tätowieren.
Es war wie eine Wundertüte. An jeder Ecke warteten verrücktere Stile und Motive. Jede Menge Raum, sich inspirieren oder das letzte Stück freie Haut auch noch tätowieren zu lassen. Als Hingucker liefen hier zwei Männer ´rum, die so tätowiert waren, dass man nur merkte, dass sie tätowiert sind, wenn sie mal nicht im Anzug unterwegs sind. – Uff. Komplizierter Satz. – Von oben bis unten zu. Keinen Millimeter Haut mehr frei. Ein lebendes Kunstwerk. Was Mama wohl zum japanischen Bodysuit sagt?

Wer glaubt, dass das schon das krasseste war, der irrt. Zwischen all den tätowierten Menschen, fallen manche dennoch auf. Menschen, mit kompletten Gesichtstattoos. Ein Typ ließ sich gerade seine zweite Gesichtshälfte passend zur anderen tätowieren. Da sind kleinere Tattoos im Gesicht Kindergarten!

Ich habe auf der Messe noch mehr Tattoomodels erwartet. Wahrscheinlich hätten wir dann zu den Bühnenshows gehen müssen. Es wurde nämlich allerhand Bühnenprogramm geboten. Der Außenbereich war nur einfach bei den heißen Temperaturen verlockender. Sofern uns die Wespen nicht nervten, war’s da draußen bei ‘ner Wurst und einer Portion Pommes richtig entspannt. Außerdem gab’s noch Burger und Süßkartoffelpommes. Schlaraffenland. Halleluja.
So verbrachte ich mit den Jungs ‘nen coolen, (sch)witzigen Vormittag.
Aber wisst ihr was ganz furchtbar war? Mein Bruenettesmaedchen Ma Ve war nicht dabei. Die chillt ihr Leben gerade in Portugal. Uwäh.

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Natürlich gab es auf der Messe auch Tattoomaschinen, Tattoofarbe und allerhand Kitsch und witzige T-Shirts zu kaufen. Wie wäre es z. B. mit dem T-Shirt wo ein Mädchen auf einem Alligator steht und sagt, dass Ponys für Pussis sind? Fanden wir ja schon witzig.

Mein persönliches Highlight? Oh. Kreisch. Neben Totenköpfen mit Kerzen als Gehirn und einem geschenkten Poster, war ich sofort verliebt in Cold Cocained Heart. Die verkaufen bunte, liebevoll gestaltete Oberteile, Jacken, Blumenkränze und noch ganz viel mehr geiles Zeug. Heiß, heiß, heiß.

Geschenk für Weihnachten: Mama, du liest diesen Absatz bitte nicht.
Ja, ich weiß. Ist noch ein bisschen früh, um an Weihnachten zu denken. Erstmal den Sommer genießen! Aber da Mama nun erst Geburtstag hat, muss halt Weihnachten dran glauben.
Die Frau Ines stellte ihre eigens designten Schmuckstücke aus: unterschiedliches Vintageporzellan verziert sie mit maritimen Motiven. Jedes Porzellan ist also ein absolutes Unikat. Besonders heiß fand ich den Totenkopf im Seemannskörper. Wer nicht mal eben nach Hamburg in ihren Laden kommt, kann beherzt im Internet zuschlagen. Doppelkreisch.

Blondestes Erlebnis: Ich weiß nicht, ob das ein Junggesellinnenabschied war. Aber wer bitte lässt sich auf den Unterarm eine „niedliche Hummel“ mit gackernden Weibern am Stand tätowieren? Mag ja jeder anders sehen. Ich bin da echt raus.

Abschließend bleibt leider immer noch die Frage im Raum: wird das Blondemaedchen bald tätowiert sein?
Im nächsten Beitrag gibt es Tipps rund ums Tattoo. Motivwahl, Tätowiererwahl und was mir noch alles so wichtig vorkommt. Vielleicht bekomme ich während der Recherche ja plötzlich eine tattoomäßige Wahnsinnseingebung. Who knows.

Voll blonder Liebe,
Blondesmaedchen

Totenkopf - Impressionen der Tattoo Convention in Berlin
Totenkopfkerze. Hier die Variante „pinkes Gehirn“. Schaurig schön.
Shop Cold Cocained Heart - Impressionen der Tattoo Convention in Berlin
Leute. Was soll ich sagen. Ich bin verliebt. Cold Cocained Heart verkauft bunte, ausgefallene und sehr individuelle Stücke. Kein Wunder, dass die Männer mal einen Moment auf mich warten mussten. Hach. Schwärm.
Klopftechnik - Impressionen der Tattoo Convention in Berlin
Traditionelle Klopftechnik.
Keine Ahnung - Impressionen der Tattoo Convention in Berlin
Traditionelles Stechen.

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