Dresden. Abends.

Sehenswuerdigkeiten_Dresden (7)

Nach der Kletteraktion in luftiger Höhe, machten wir uns auf den Weg über die Elbe in die Neustadt. Nur wenige Kilometer von der barocken Altstadt entfernt, erwarteten uns hier viele alte und interessant gestaltete und bemalte Häuser. Streetart. Kneipen. Inspirierende Geschäfte. Liebevoll eingerichtete Cafés sowie die Kunsthofpassage. Mit ihren bunten und verwinkelten Innenhöfen, Bars und Läden, die zum verweilen einluden, fühlten wir uns pudelwohl. Es war nicht so überlaufen und überhaupt strahlte das Viertel eine wahnsinnige Entspanntheit und Gemütlichkeit aus. Direkt entdeckt von meinem Freund wurde der Bierladen in der Passage. Aus allen oder vielleicht auch nur aus vielen Ländern gab es Bier zu kaufen und Platz, dieses auch sofort zu trinken. Prost.

Durch die Kunsthofpassagen durch, legten wir einen kurzen Stop im Donoutladen ein. Ich ärgerte mich ein wenig, dass ich das Angebot meines Freundes, ob wir hier nicht kurz einen Kaffee trinken wollen, abgelehnt habe. Meine Füße brannten! Aber ein Indianer kennt ja bekanntlich keinen Schmerz.

Wir liefen und liefen und liefen und kamen glücklicherweise irgendwann am Senfladen an. Wer Senf mag, wird diesen Laden lieben. Nichts als Senf. Senf mit scharf. Senf ohne scharf. Senf mit Honig. Daneben befand sich unser eigentliches Ziel. Der Milchladen, in dem es strengstens verboten ist Fotos zu knipsen! Der Milchladen besteht aus handbemalten Fliesen von Villeroy und Boch. Und der Milchladen hat bereits ein paar Jährchen auf dem Buckel. Ende des 19. Jahrhunderts begann die Geschichte des Landwirts Paul Pfund mit seiner Frau und sechs Kühen.

Am Elbufer liefen wir zurück. Die Sonne heizte ordentlich ein. Menschen genossen die Zeit im Freien, um Sport zu treiben oder den Tag entspannt ausklingen zu lassen. Über die Brücke liefen wir zurück in die Altstadt. Warfen auf dem Weg dorthin einen kurzen Blick in den Stallhof des Dresdener Schlosses und erinnerten uns, dass wir heute bereits einige Male an unterschiedlichen Stellen auf das Schloss trafen. Leider blieb keine Zeit mehr, dass Schloss Dresden auch von Innen zu betrachten. So schlenderten wir noch gemütlich über den Altmarkt, auf dessen Platz zur Adventszeit der berühmte Striezelmarkt stattfindet. Das Pendant zum Altmarkt ist der Neumarkt, wo sich die Frauenkirche befindet.
Fix und fertig, aber glücklich. So lässt sich unser Tagestrip kurz und knackig zusammenfassen.

Da Dresden irgendwie kleiner war als erwartet, ließen sich die Touristenmagnete gut zu Fuß erreichen. Sie liegen alle recht nah beieinander. Trotzdem ist Dresden voll mit Touris! Besucht Orte wie den Zwinger also am besten gleich morgens, um Fotobombs möglichst zu vermeiden.
Am Ende des Tages haben wir 16km hingelegt. Wie? Nun ja. Wir haben alles gesehen, was es für uns zu sehen gab. Dass Dresden noch mehr zu bieten hat, wissen wir nun. Und so bietet Dresden erstmal eine gute Möglichkeit, noch einmal wiederzukommen.

Tipp
Jeder, der nicht viel Zeit hat oder einen kleinen Geldbeutel, aber trotzdem was erleben möchte, lege ich Tagestrips wärmstens ans Herz. Erkundet euch im Vorhinein, was ihr sehen möchtet und – ganz wichtig – auch schafft. Haltet außerdem immer mal wieder Ausschau nach Angeboten, so dass ihr einen günstigen Moment abpassen könnt.
Im Nutellaglas schlummerte eine kostenlose Probebahncard 25, die für einen Monat gültig ist und nach Ablauf nicht automatisch in ein Abo übergeht. Ich als Bahncardbesitzerin habe schon öfter ein Angebot erhalten, in dem ich meinen Lieblingsmenschen für eine kostenlose Fahrt mitnehmen kann.

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